Virtueller Vortrag von Rüdiger Urban am 4.12.22 11 Uhr

"Die mathematischen und philosophischen Hintergründe hinter dem Entwurfsmodell der Jülicher Zitadelle von 1545"
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"Bilder aus Jülich - Vor und nach der Zerstörung"

 Reservierung


Da der Filmabend am 15.11.2022 bereits ausverkauft ist, zeigt der Förderverein in Kooperation mit Klaus Krafft und dem Kino im Kulturbahnhof die historischen Filmaufnahmen von Jülich ein weiteres Mal am 6. Dezember.

Gezeigt wird das lebendige, noch scheinbar friedliche Jülich aus den ersten Kriegsjahren, das der Jülicher Zahnarzt Dr. Raoul Beyss schwarz weiß wie auch in Farbe festgehalten hat - nicht ahnend, welch einmaliges Dokument seiner Heimatstadt er damit erstellen sollte. Denn am 16.11.1944 schlägt der Krieg, den deutsche Truppen in die Länder Europas getragen haben, auch auf Jülich zurück. Die Stadt wird bei einem britischen Bombenangriff vollständig zerstört. Luftaufnahmen aus einem britischen Aufklärungsflugzeug aus dem Frühjahr 1945 zeugen von dem bedrückenden Ausmaß der Zerstörung. Das dokumentieren auch die Filmaufnahmen amerikanischer Bodentruppen nach dem Rurübergang Ende Februar 1945.

Doch die Stadt ersteht wieder neu - auf dem fast vollständig überkommenen Grundriss der Renaissancestadt, an deren Bauvorgaben sich der Wiederaufbau orientiert. So zeigt uns der Film von Klaus Krafft, den er 30 Jahre nach der Zerstörung erstellt hat, wieder eine blühende Stadt voller Leben. Diese Aufnahmen - heute auch schon wieder fast 50 Jahre alt - besitzen ihrerseits historischen Wert, denn nach der Errichtung der Fußgängerzone in den 80er Jahren kennen wir heute ein anderes Erscheinungsbild der Herzogstadt. Und auch dieses wird in absehbarer Zeit Teil der Jülicher Historie sein, wenn im Rahmen der Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes neue Akzente in der Jülicher Innenstadt gesetzt werden.

Klaus Krafft steht am Projektor, stoppt die Filme im passenden Augenblick, Rüdiger Urban wird sie live kommentieren. Bereits vor der Pandemie wurden die Filme mit großer Resonanz gezeigt.

Es besteht auch die Gelegenheit für den Kauf des Buches des Fördervereins "Bilder einer Renaissancestadt - Jülich vor und nach dem 16. November 1944".

Auf den Spuren der Architekturzeichnungen des Mittelalters - Vortrag in der Schlosskapelle der Zitadelle Jülich am 23. November


Der Förderverein Festung Zitadelle e.V. lädt zu einem kostenlosen Vortrag von Frau Dr. Sonja Ulrike Klug ein, die sich seit über 20 Jahren mit dem Bau von Kathedralen befasst, unter anderem in ihrem Buch "Zauberer des Zirkels".

In einem Vortrag in der Schlosskapelle in der Zitadelle in Jülich befasst sie sich mit der Frage, wie im Mittelalter gotische Kathedralen und andere bedeutende Bauten errichtet wurden. Sie vermittelt einen interessanten Einblick in die Bau- und Kunstgeschichte, in die sich auch die Errichtung der Zitadelle Jülich einreiht.

Gab es im Mittelalter überhaupt schon Architekturzeichnungen?

Viele Bau- und Kunsthistoriker sind der Ansicht, im Mittelalter sollen für die Planung gotischer Kathedralen - genau wie heute - Architekturzeichnungen angefertigt worden sein. Tatsächlich aber wurden bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts kaum Baupläne gefunden. Wo ist die Mehrheit der Pläne abgeblieben? Sind sie vernichtet oder gar nicht erst angefertigt worden?
Und wenn es keine Pläne gab, wie wurden dann komplexe Gebäude wie gotische Kathedralen oder Wehrbauten nach Art der Zitatelle Jülich errichtet?

In ihrem Lichtbild-Vortrag begibt sich Frau Dr. Klug auf eine spannende kulturgeschichtliche Spurensuche auf weitgehend unbekannten Pfaden: Sie befasst sich mit der Verfügbarkeit von Pergament und Papier im Mittelalter, betrachtet das Baugeschehen auf historischen Abbildungen und verfolgt die Entwicklung der Alphabetisierung in Europa. Auch der Umgang der Baumeister mit dem Zirkel und die Entwicklung des zeichnerischen Könnens der Baumeister vom Mittelalter bis zur Renaissance spielen eine wichtige Rolle.

Dabei kommt sie zu überraschenden bau- und kunstgeschichtlichen Erkenntnissen: Die mittelalterlichen Architekten haben ganz anders geplant und konstruiert, als wir ihnen dies mit unserem heutigen Wissen oft unterstellen.

Freuen Sie sich auf einen lebendigen Vortrag, der auch auf die Zitadelle von Jülich ein neues Licht wirft.

Ort und Zeit der Veranstaltung:
Schlosskapelle in der Zitadelle Jülich
23.11.2022 um 20 Uhr
Eintritt: frei, Anmeldung nicht erforderlich

Dr. Sonja Ulrike Klug ist Unternehmenspublizistin und freie Schriftstellerin. Seit mehr als 20 Jahren befasst sie sich mit dem Bau und der Entstehung gotischer Kathedralen. Sie hat mehrere Bücher zu dem Thema geschrieben, darunter "Zauberer des Zirkels", "Kathedrale des Kosmos" und "Chartres kompakt".


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